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Bad Ragaz SG, Schweiz

Steffen Broszeit

MSR-Technik · Gebäudeautomation · Schnittstelle OT / IT-Sicherheit

Fokus: OT-Security, IoT-Security, Gebäudeautomation und Systemintegration

Sechs Jahre habe ich Anlagen gebaut, programmiert und in Betrieb genommen, in Spitälern, in der Industrie und im Retail. Jetzt will ich sie absichern.

Profil

Neugier bringt mich an eine Sache heran. Hartnäckigkeit bringt sie zum Laufen.

Angefangen habe ich als Elektriker. Achtzehn Jahre Installation, von der Lehre bis zur Bauleitung ganzer Objekte. 2020 bin ich in die MSR-Technik gewechselt, ohne je eine SPS programmiert zu haben. Vier Jahre später habe ich Projekte in der Gebäudeautomation geleitet, durchgehend bei laufendem Betrieb: in Spitälern, im Retail und in der Lebensmittelproduktion.

Neues lerne ich am schnellsten an der echten Sache. Mich interessiert nicht nur, dass etwas funktioniert, sondern warum. Deshalb läuft bei mir zu Hause eine eigene Serverumgebung mit eigener Gebäudeautomation, und deshalb baue ich Geräte lieber selbst, als sie nur zu kaufen.

Eine Störung ist für mich erst erledigt, wenn ich die Ursache kenne, nicht wenn der Workaround hält. Und fertig ist etwas erst, wenn ich es geprüft habe. Ein Backup gilt bei mir erst als Backup, wenn die Wiederherstellung einmal geklappt hat.

Automationsanlagen hängen längst am Netz, gebaut wurden sie dafür nie. Wie man sie absichert, ohne den Betrieb zu gefährden, ist die Frage, die mich antreibt. Die Anlagenseite kenne ich von innen. Die IT-Seite erarbeite ich mir seit Jahren in eigenen Projekten.

Was ich suche

Anlagen und Geräte absichern, die ich von innen kenne

Eine Stelle, in der Anlagenwissen und IT-Sicherheit zusammenkommen.

Schwerpunkt

OT-Security in der Gebäudeautomation

Automationsnetze in Spitälern, Industrie und Publikumsanlagen absichern, ohne dass eine Anlage stehen bleibt. Bestandsaufnahme, Segmentierung, sichere Fernwartung und das Gespräch mit den Leuten, die die Anlagen betreiben.

Sicherheit vernetzter Geräte (IoT)

Mikrocontroller, Funkmodule, smarte Aktoren: Solche Geräte baue und verdrahte ich selbst. Mich interessiert, wie sicher sie sind, von der Schnittstelle auf der Platine bis zur Anbindung an die Cloud.

Gebäudeautomation mit IT-Tiefe

Wo Leitebene, BACnet und Serverumgebung aufeinandertreffen, verstehe ich beide Seiten. Eine Rolle, in der ich Anlagen weiterhin umsetze, aber mit dem Blick auf ihre Sicherheit.

Region: Sarganserland, St. Galler Rheintal, Liechtenstein, Graubünden und Raum Zürich

Eigene Projekte · seit 2022

Gebaut, in Betrieb genommen, im Alltag bewährt

Was ich in eigenen Projekten umgesetzt habe, mit dem, was dabei schwierig war. Ein Klick auf eine Kachel zeigt die Details.

Screenshot folgt
Home AssistantYAMLMessdaten

Beschattung nach Sonnenstand

Die Jalousien fahren nach Sonnenstand und gemessener Strahlung, nicht nach Uhrzeit. Wer von Hand eingreift, hat Vorrang.

Details
Ausgangslage
Zeitschaltuhren beschatten zu früh, zu spät oder bei Regen. Im Sommer heizt sich die Wohnung auf, an trüben Tagen fehlt das Licht.
Umsetzung
Für jede Fassade ein Fenster aus Sonnenrichtung, in dem die Sonne tatsächlich auftrifft, samt Berg- und Eigenschatten. Ob Sonne oder Wolken, entscheidet die Globalstrahlung einer MeteoSchweiz-Messstation im 10-Minuten-Takt, mit Hysterese und zusätzlicher Wetterprüfung. Zielpositionen je Raum, gestaffelt nach Aussentemperatur. Schwellenwerte lassen sich per Schieberegler anpassen, ohne Code anzufassen.
Knackpunkt
Die Automation muss erkennen, ob sie selbst oder ein Mensch die Jalousie bewegt hat. Automatische Fahrten tragen deshalb eine eigene Kennung. Wer von Hand fährt, nimmt die Jalousie für den Rest des Tages aus der Automatik. Per Knopfdruck lassen sich einzelne oder alle Jalousien wieder in die Automatik zurücksetzen.
Ergebnis
Seit Sommer 2026 im Alltagsbetrieb. Nach dem ersten Regentag nachgeschärft, seither fährt sie vorhersehbar.
Screenshot folgt
Home AssistantWLEDESP32

Heimkino-Steuerung

Licht und Jalousien folgen dem, was auf der Leinwand passiert. Nach dem Film ist alles wieder so wie vorher.

Details
Ausgangslage
Vor jedem Film Licht dimmen und Jalousien schliessen, danach alles wieder zurück. Jedes Mal von Hand.
Umsetzung
Adressierbare LED-Beleuchtung (WLED auf ESP32) und Jalousien reagieren auf den Zustand von Streaming-Player und Mediaserver, also auf Wiedergabe, Pause und Menü. In Pausen läuft eine eigene, gedimmte Lichtszene.
Knackpunkt
Zurück heisst nicht einfach „Licht an“. Eine Sitzungslogik mit Zustands-Flags merkt sich, wie es vor dem Film war, und stellt genau das wieder her. Die Jalousien fahren in ihre Ausgangsposition.
Ergebnis
Im Alltag in Betrieb. Offen ist noch ein sporadischer Kommunikationsfehler zum LED-Controller, dem ich auf den Grund gehe.
Screenshot folgt
ESP32-S3ESPHomeLVGL

Touch-Bedienpanel

Ein Bedienpanel mit Kacheln für Licht, Jalousien und PC, auf einem Board, für das es keine passende Firmware gab.

Details
Ausgangslage
Es gab eine Open-Source-Vorlage, aber für ein anderes, kleineres Display mit anderem Prozessor und anderer Display-Anbindung.
Umsetzung
Vorlage auf die neue Hardware portiert: Display-Treiber (RGB-Parallel statt SPI), Touch-Controller, IO-Expander und Pinbelegung. Die Kacheloberfläche habe ich selbst gestaltet, dazu Bildschirmschoner und Steuerung der Hintergrundbeleuchtung.
Knackpunkt
Nach dem ersten Flashen startete das Board in einer Endlosschleife. Die Ursache war kein Flash-Fehler, sondern die falsche Zielarchitektur in der Konfiguration: Bootloader-Adresse und Prozessorkern passten nicht zum ESP32-S3.
Ergebnis
Das Panel steuert Beleuchtung und Jalousien, weckt den PC per Wake-on-LAN und fährt ihn per SSH herunter.
Screenshot folgt
Proxmox VELinuxInfluxDBGrafana

Virtualisierte Serverumgebung

Das Rückgrat aller Projekte: virtuelle Maschinen und Container auf einem Host, mit Monitoring und Backups, die sich nachweislich zurückspielen lassen.

Details
Ausgangslage
Mehrere Dienste, die zuverlässig laufen, gesichert und aus der Ferne erreichbar sein sollen, ohne das Heimnetz zu öffnen.
Umsetzung
Proxmox VE mit virtuellen Maschinen und LXC-Containern, Netzwerksegmentierung, Fernzugriff per VPN ohne offene Ports am Router. Messdaten laufen in InfluxDB und werden in Grafana ausgewertet.
Knackpunkt
Der VPN-Dienst startete in unprivilegierten Containern nicht, weil ihm das Netzwerkgerät fehlte. Die Lösung lag nicht im Container, sondern in der Geräteberechtigung auf dem Host.
Ergebnis
Backups laufen automatisch, die Wiederherstellung ist geprüft. Der Arbeitsspeicher der VMs wird dynamisch zugeteilt, der Host hat Reserven.
Screenshot folgt
PythonFlaskSQLitePlaywright

Webapplikation für Rezepte und Nährwerte

Aus einer Excel-Tabelle wurde eine Webapplikation für mehrere Nutzer, am PC und auf dem Handy.

Details
Ausgangslage
Die Tabelle rechnete zuverlässig, aber nur an einem Gerät und für eine Person.
Umsetzung
Flask und SQLite im eigenen Container. Anmeldung mit Sperre gegen Passwort-Raten, Zugriff nur über TLS, auf dem Handy als App installierbar (PWA). Lebensmittel per Barcode-Scan aus Open Food Facts, die Nährwertdatenbank des Bundes als Nachschlagewerk, Nutri-Score und ein gemeinsamer Pool zum Teilen von Rezepten. Eigene Lebensmittel lassen sich mit Barcode, Bild und Nährwerten erfassen und über den Pool mit anderen teilen.
Knackpunkt
Damit die App trotz Anmeldung installierbar bleibt, müssen Manifest, Icons und Service Worker am Login vorbei erreichbar sein. Alles andere nicht.
Ergebnis
In Version 1.5 bei einer kleinen Nutzergruppe im Alltag. Vor jedem Update laufen automatisierte Tests im echten Browser, Backups entstehen automatisch und sind auf Wiederherstellung geprüft. Die App aktualisiert sich bei allen Nutzern automatisch, und jeder erfährt, was neu ist.
Screenshot folgt
WindowsEreignisprotokollPowerShell

Fehlersuche am Mediaserver

Ein Mediaserver verlor nach dem Aufwachen dauerhaft die Verbindung zu seinen Clients. Die Ursache: sechs Sekunden ohne Namensauflösung.

Details
Ausgangslage
Die Clients meldeten fehlende Berechtigung. Nur ein Neustart des Dienstes half, Abwarten nie.
Umsetzung
Protokolle von Dienst und Windows nebeneinandergelegt. Belegt: Nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand ist die Namensauflösung rund sechs Sekunden weg. Der Dienst prüft seine Anmeldung genau in diesem Fenster und erholt sich danach nicht mehr.
Knackpunkt
Das naheliegende Ereignis für das Aufwachen wird beim Ruhezustand gar nicht ausgelöst, zuverlässig ist nur ein anderer Eintrag. Und die Energiesparoption der Netzwerkkarte, die zuerst verdächtig aussah, muss bleiben, sonst funktioniert das Wecken übers Netzwerk nicht mehr.
Ergebnis
Eine geplante Aufgabe startet den Dienst zehn Sekunden nach jedem Aufwachen neu. Seit Juli 2026 gelöst.
Arbeitsweise

Wie ich an eine Sache herangehe

Ob Lüftungsanlage im Spital oder Container im eigenen Serverschrank, die Grundsätze sind dieselben.

01

Erst verstehen, dann ändern

Bevor ich eine bestehende Anlage oder Konfiguration anfasse, lese ich, was da ist und wovon es abhängt. Neue Logik läuft zuerst an einer Stelle, bevor sie überall läuft.

02

Ursache statt Workaround

Ich lege Protokolle nebeneinander, stelle eine Vermutung auf und prüfe sie. So lange neu starten oder gleich neu installieren, bis es wieder geht, ist für mich keine Lösung.

03

Prüfen, bevor es jemand anders tut

Software geht erst nach automatisierten Tests in Betrieb, ein Backup zählt erst mit erfolgreicher Wiederherstellung. Auch diese Seite lief zuerst lokal und in einer Vorschau, bevor sie online ging.

04

Verfügbarkeit vor Eleganz

Sechs Jahre Grossprojekte bei laufendem Betrieb haben mich geprägt. Eine Lösung, die den Betrieb stört, ist keine Lösung, auch wenn sie technisch schöner wäre.

05

So dokumentieren, dass es andere betreiben können

Aus der Anlagentechnik gewohnt: erst der Funktionsbeschrieb, dann das Programm. Zur Abnahme gehören Systemdokumentation und Instruktion der Betreiber. Das halte ich in eigenen Projekten genauso.

06

Mit KI, aber mit eigenem Kopf

Software entwickle ich mit KI-Unterstützung und liefere lauffähige Systeme. Architektur, Betrieb und Fehlersuche mache ich selbst. Ich entscheide, was gebaut wird, prüfe das Ergebnis und kann erklären, was es tut.

Kenntnisse

Womit ich arbeite

Automation / OT

Sehr gute Kenntnisse

  • SPS Saia (PG5)
  • HLK-Regelung
  • Inbetriebnahme
  • Störungsanalyse an Anlagen
  • Anlagendokumentation
  • Instruktion der Betreiber

Gute Kenntnisse

  • Modbus
  • M-Bus
  • MP-Bus
  • BACnet

IT / Infrastruktur

Sehr gute Kenntnisse

  • Proxmox VE (VM, LXC)
  • Backup mit geprüftem Restore
  • YAML-Automatisierung

Gute Kenntnisse

  • Linux (Debian, systemd, SSH)
  • VPN (WireGuard)
  • MQTT
  • ESPHome / ESP32
  • REST-APIs
  • Windows-Administration
  • Git

Grundkenntnisse

  • Netzwerk, Segmentierung, VLAN
  • TLS
  • Monitoring mit InfluxDB und Grafana

In Projekten eingesetzt

Entwicklung

  • Python
  • Flask
  • SQLite
  • HTML, CSS, JavaScript
  • Playwright
  • LVGL

Aktuell vertiefe ich

  • Netzwerktechnik
  • Systemhärtung
  • Informationssicherheit
Werdegang

Vom Elektriker zum Projektleiter Gebäudeautomation

  1. 02/2026 – heute

    Berufliche Neuausrichtung Richtung OT-Security

    Vertiefung in Netzwerktechnik, Systemhärtung und Informationssicherheit

  2. 02/2020 – 01/2026

    Lippuner Energie- und Metallbautechnik AG

    Grabs · MSR-Techniker, ab 01/2024 Projektleiter Gebäudeautomation

    • Steuerungssoftware für HLK-Anlagen auf Saia PG5 und Honeywell: Erstellung, Inbetriebnahme und Optimierung
    • Grossprojekte durchgehend bei laufendem Betrieb, wo ein Anlagenausfall keine Option ist
    • Terminplanung, Koordination mit Planern und Unternehmern, Abnahme und Fertigstellung
    • Systemdokumentation, Instruktion der Betreiber, fachliche Anleitung von Lernenden

    Projekte in: Gesundheitswesen inklusive OP-Bereich · Einkaufs- und Freizeitanlagen mit Energieversorgung angrenzender Grossverbraucher · hygienekritische Lebensmittelproduktion · Industrie-Neubauten

  3. 06/2014 – 01/2020

    Elektro Rhyner AG

    Landquart · Bauleitender Elektroinstallateur EFZ

    • Stark- und Schwachstrominstallationen in kommerziellen und industriellen Objekten
    • Ganze Objekte eigenverantwortlich, von der Bauleitung über die Organisation bis zur Fertigstellung, im Raum Davos, Arosa und Chur
    • Aktive Mitwirkung an der Ausbildung der Lernenden

    Objekte: Alterszentrum · Hotellerie · Detailhandel · Technologie- und Innovationszentrum

  4. 05/2005 – 05/2014

    Weitere Anstellungen als Elektriker

    Leitender Monteur, Elektroinstallateur und Betriebselektriker in der Schweiz und in Deutschland, unter anderem Leitung von Grossbaustellen im Wohnungsbau und Inbetriebnahme industrieller Gleichrichteranlagen.

    EL. Group Sprecher AG, Klosters · IPA Schweiz GmbH, Diepoldsau · Dünte Elektro, Barsinghausen (DE) · Marmor- und Beton Busse, Rehburg (DE)

  5. 08/2001 – 01/2005

    Friedrich Wilkening Elektroinstallationen

    Bad Rehburg (DE) · Lehre als Elektroinstallateur

Steffen Broszeit neben seinem Motorrad auf einer Passstrasse mit Schnee
Persönlich

Neugierig bleiben, Kopf frei bekommen

Ich mag Technik, und ich traue mich an Dinge heran, die ich noch nicht kenne. Verstehen will ich sie trotzdem, nicht nur benutzen. Genauso wichtig ist mir der Ausgleich zum Beruf. Den finde ich unterwegs auf dem Motorrad, in der Werkstatt und am Wasser. Dort bekomme ich den Kopf frei.

  • Motorrad seit 2001Leidenschaftlich unterwegs, die Wartung mache ich selbst.
  • PC und Gaming seit 1988Mit vier Jahren das erste Mal am Rechner und seither nie ganz davon losgekommen.
  • 3D-Modellierung und DruckWas es nicht zu kaufen gibt, konstruiere und drucke ich selbst.
  • Holzbau in der eigenen WerkstattMöbel und Dekoration baue ich teils selbst.
  • Elektrik und LichtLED-Streifen, Steuerungen, Verkabelung: Als Elektriker mache ich das zu Hause selbst, und zwar gern.
  • Am WasserDie beste Pause: Zeit mit meiner Ehefrau am Wasser.
Kontakt

Lassen Sie uns reden

Sie suchen jemanden, der Anlagen von innen kennt und sie absichern will? Schreiben Sie mir. Lebenslauf und Zeugnisse sende ich Ihnen gerne zu.

kontakt (at) steffen-broszeit (punkt) me